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JÜRG DÄHLER
Künstlerische Leitung & Viola

Jürg Dähler, geb. in Zürich, studierte Violine bei Sándor Végh und Heribert Lauer sowie Viola bei Christoph Schiller und Fjodor Drushinin. Weitere Studien folgten bei Pinchas Zukerman und Kim Kashkashian. Nach seinem Debut in der Zürcher Tonhalle mit der Uraufführung des ihm gewidmeten Violakonzerts von Daniel Schnyder war er Gast bei vielen renommierten Orchestern unter Dirigenten wie Giorgio Bernasconi, Douglas Boyd, Friedrich Cerha, Beat Furrer, Thierry Fischer, David Philip Hefti, Heinz Holliger, Brenton Langbein, Petri Sakari, Stefan Sanderling, Heinrich Schiff, Jac van Steen, Marcello Viotti und Thomas Zehetmair. Konzerttourneen als Solist und gefragter Kammermusiker führten ihn nach Australien, Südamerika, USA und durch ganz Europa mit Auftritten u.a. in der Wigmore Hall London, bei den Salzburger Festspielen und den Wiener Festwochen, beim City of London Festival, dem Lucerne Festival, bei der Biennale Venedig wie auch am Montreux Jazzfestival. Von 1984-2000 war er Mitglied und Primarius der legendären Kammermusiker Zürich. 1993 zählte er zu den Mitgründern des Collegium Novum Zürich. Von 1995-2008 leitete er als Intendant das Festival Kultur Herbst Bündner Herrschaft. Seit 1993 wirkt er als 1. Solobratschist im Orchester Musikkollegium Winterthur und ist Mitglied des Winterthurer Streichquartetts. Seit 1999 zählt er als Mitgründer zur Intendanz der Swiss Chamber Concerts und leitet in derselben Funktion seit 2015 das Pfingstfestival Schloss Brunegg.

 

Rund 30 CD-Produktionen bei Labels wie ECM, NEOS, Accord, Cantando, Claves, Genuin, Grammont und Jecklin belegen sein umfassendes Wirken zwischen Alter Musik, Klassik, Moderne und Jazz. Unzählige Solo- und Kammermusikwerke wurden durch ihn uraufgeführt, viele davon sind ihm gewidmet. Dabei arbeitete er mit Komponisten wie Harrison Birtwistle, William Blank, Charles Bodman-Rae, Ursina Maria Braun, Friedrich Cerha, Wilfried Maria Danner, Xavier Dayer, Fjodor Drushinin, Richard Dubugnon, Pascal Dusapin, Alfred Felder, Beat Furrer, Eric Gaudibert, Stefano Gervasoni, Hermann Haller, David Philipp Hefti, Hans Werner Henze, Heinz Holliger, Christian Jost, Mischa Käser, Rudolf Kelterborn, Gerd Kür, Hans Ulrich Lehmann, György Ligeti, Roland Moser, Arvo Pärt, John Polglase, Philippe Racine, Daniel Schnyder, Nadir Vassena, Jürg Wyttenbach und Alfred Zimmerlin. Er unterrichtet Violine, Viola und Kammermusik an der Kalaidos University und gibt Meisterkurse an vielen renommierten Lehrinstituten wie dem Conservatorio di Musica "Arrigo Boito" di Parma, dem Sydney Conservatorium of Music oder der National Academy of Music in Melbourne.

 

2007 erhielt er an der Philosophischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich den Executive Master of Arts Administration EMAA mit summa cum laude. Für sein künstlerisches Wirken und seine Verdienste für den Kulturplatz Schweiz wurde ihm 2008 der Zolliker Kulturpreis verliehen. 2020 erhielt er den Schweizer Musikpreis für sein langjähriges Engagement für die Swiss Chamber Concerts. Er spielt eine Violine von Antonio Stradivarius, Cremona 1714, und eine Viola von Raffaele Fiorini, Bologna 1893.

 

www.juergdaehler.com

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ANDREAS NEESER
Writer in Residence

*1964 in Schlossrued, Kanton Aargau, studierte Germanistik, Anglistik und Literaturkritik an der Universität Zürich. 2003 bis 2011 Aufbau und Leitung des Aargauer Literaturhauses. Zurzeit unterrichtet er in einem Teilpensum Deutsch an der Alten Kantonsschule Aarau, wo er auch das literarische Begabtenförderprogramm «Treffpunkt Text» leitet.

Sein umfangreiches literarisches Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte, Theaterstücke, Libretti und Kinderbücher. Für seine Arbeiten wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen bedacht.

Jüngste Publikationen: 

Nachts wird mir wetter, Gedichte, Haymon Verlag, Innsbruck 2023.

Morgengrauengewässer. Ein Gespräch in literarischen Miniaturen, zus. mit Azizullah Ima, Rotpunktverlag, Zürich 2025.

Solangs no goht, chunnts guet, Erzählungen, Zytglogge Verlag, Basel 2025.

www.andreasneeser.ch

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THOMAS LOIBL
Schauspieler

Thomas Loibl wurde 1969 in Brüggen geboren und absolvierte eine Schauspielausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Sein erstes Engagement hatte er von 1994 bis 1996 im Düsseldorfer Schauspielhaus, wo er unter anderem mit Werner Schroeter arbeitete. Von 1996 bis 1998 war er am Volkstheater München engagiert, gefolgt vom Schauspielhaus Zürich (1998) und dem Stuttgarter Staatstheater (1998–2000). Zu seinen größten Erfolgen dieser Jahre gehören der Shylock in "Lessings Traum von Nathan dem Weisen" (1998/99) und der Detektiv Stader in Musils "Die Schwärmer" (1999/2000). 

Von 2001 bis 2009 war Loibl festes Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel in München, wo er in zahlreichen Inszenierungen von Klassikern und zeitgenössischen Stücken mitwirkte, darunter Peter Handkes "Das Spiel vom Fragen", Schillers "Maria Stuart" und Molières "Der Misanthrop". 2004 erhielt er den Bayerischen Kunstförderpreis für Darstellende Kunst sowie den Förderpreis des Kurt-Meisel-Preises. 2005 gastierte er in der Rolle des Oskar in "Geschichten aus dem Wiener Wald" bei den Salzburger Festspielen. Ab 2006 übernahm Thomas Loibl auch erste, kleinere Fernseh- und Kinorollen, zum Beispiel in Nina GrossesTV-Krimi "Franziskas Gespür für Männer" (2006) und als Polizist in der Hape-Kerkeling-Komödie "Horst Schlämmer – Isch kandidiere!" (2009). Im Jahr 2009 begann Loibl als freiberuflicher Schauspieler zu arbeiten. Seither stand er regelmäßig für Kino- und Fernsehproduktionen vor der Kamera. In Marcus O. Rosenmüllers TV-Zweiteiler "Gottes mächtige Dienerin" (2011) spielte er einen Pater, in Marcus H. Rosenmüllers Culture-Clash-Komödie "Sommer in Orange" (2011) einen Bhagwan-Vertrauten, in Franziska Schlotterers preisgekröntem NS-Drama "Ende der Schonzeit" (DE/IL 2012) einen NS-Ortsgruppenführer. 

Zu Loibls Hauptbetätigungsfeld entwickelte sich jedoch das Fernsehen. In der Echtzeit-Serie "Zeit der Helden" (2013) hatte er eine Hauptrolle als Mittvierziger in der Midlife-Krise, in Aelrun Goettes Drama "Im Zweifel" (2015) verliebt er sich als Kommissar in eine Pfarrerin, in "Simon sagt auf Wiedersehen zu seiner Vorhaut" spielte er einen Arzt. Außerdem übernahm Loibl Gastrollen in zahlreichen Serien wie "Wilsberg", "Marie Brand" und "Unter anderen Umständen". Für seine Rolle als aufstrebender Provinzpolitiker in Vivian Naefes "Spreewaldkrimi: Die Tote im Weiher" (2014) erhielt er eine Nominierung zum Preis der Deutsche Akademie für Fernsehen. In der Erfolgsserie "Charité" (2017) verkörperte er über sechs Folgen hinweg Bernhard Spinola, den Verwaltungsdirekter der berühmten Klinik. 

 

Auch am Theater blieb Loibl sehr aktiv. 2012/13 gastierte er zunächst am Schauspielhaus Zürich und war dort in der Spielzeit 2013/14 festes Ensemblemitglied. Am Residenztheater München gastierte er 2015 in einer Neuinszenierung von "Antonius und Cleopatra"; im Jahr darauf wurde er dort festes Ensemblemitglied und war unter anderem als John Proctor in Arthur Millers "Hexenjagd" (2016/17) und als Transfrau Elvira in Fassbinders "In einem Jahr mit 13 Monden" (2017) zu sehen. 2017 erhielt er erneut den Kurt-Meisel-Preis. 

Im Kino hatte Thomas Loibl eine sehr markante Rolle in Maren Ades Komödie "Toni Erdmann" (2016), als glatter Vorgesetzter von Sandra Hüllers Hauptfigur. Eine Hauptrolle spielte er als Vater in dem bitterbösen Familienporträt "Sommerhäuser" (2017). Es folgten kleinere, aber prägnante Auftritte als Bestatter in Sönke Wortmanns Komödie "Sommerfest" (2017), als Revierförster in dem Kinderfilm "Die kleine Hexe" (2018) und als Arzt in der Hape-Kerkeling-Filmbiografie "Der Junge muss an die frische Luft" (2018).  

 

Bedeutende Fernsehrollen Loibls waren unter anderem ein mörderischer Polizist in der "Tatort"-Folge "Die Pfalz von oben" (2919), ein eiskalter Gangster in dem Thriller "Jackpot" (2020) und der Ehemann der Titelfigur in der Komödie "Annie - kopfüber ins Leben" (2020). In der hoch gelobten Miniserie "Schneller als die Angst" (2021) hatte er eine Hauptrolle als Polizist, in dem historischen Drama "Die Wannseekonferenz" verkörperte er den NS-Ministerialdirektor Friedrich Wilhelm Kritzinger. Nach einer etwas längeren Kinopause gehörte Loibl 2022 zum Hauptensemble von Sönke Wortmanns Komödie "Eingeschlossene Gesellschaft", über eine Gruppe sehr unterschiedlicher Lehrer*innen, die sich im Lehrerzimmer unverhofft mit einem gereizten Vater konfrontiert sehen. 

www.thomasloibl.de

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SOPHIE KLUSSMANN
Sopran

Die in Freiburg i.Brsg. geborene Sopranistin Sophie Klussmann studierte an der Hochschule für Musik Detmold bei Thomas Quasthoff und absolvierte ihr Konzertexamen in Köln bei Klesie Kelly-Moog. Ihre stimmliche Weiterbildung erlangte sie in Meisterkursen bei Margreet Honig, Dunja Véjzovic und wird heute von Kammersängerin Brigitte Eisenfeld betreut. Die Opern- und Konzertsängerin ist Preisträgerin des Mozart-Wettbewerbes Würzburg sowie der Trude Eipperle Stiftung. 2023 gab sie in der Tonhalle Zürich ihr Debut mit Verdi’s Requiem. Erste Opernerfahrungen sammelte Sophie Klussmann an der Komischen Oper Berlin mit Christian Jost’s Oper Angst 2008. 2009-2011 sang sie als Ensemblemitglied der Oper Halle führende Partien wie Pamina (Zauberflöte), Cherubino (Le nozze di Figaro) und Nannetta (Falstaff). Im Rahmen der Händelfestspiele debütierte sie unter der Regie von Nico Hümpel und der musikalischen Leitung von Bernhard Forck als Dorinda in Orlando. Es folgten Partien als Franziska in der Arabischen Nacht von Christian Jost, der Rheintochter in Wagners Rheingold und Götterdämmerung, als junger Hirte im Tannhäuser und als Waldvogel im Siegfried.
2013 coverte Sophie Klußmann Anna Netrebko für Donna Anna bei den Baden Badener Osterfestspielen. 2021 debütierte sie am Staatstheater Cottbus mit der Titelrolle der Lustigen Witwe. In der Spielzeit 22/23 verkörperte sie dort die Partie der Margret in der deutschen Erstaufführung der Oper Alzheim von Xavier Dayer.

Ihre darstellerische Intensität verstärkte sich durch die enge Zusammenarbeit mit dem Schauspieler John Malkovich. An dessen Seite spielte sie über Jahre hinweg zwei Produktionen des Wiener Regisseurs Michael Sturminger mit Martin Haselböck und der Wiener Akademie auf internationalen Bühnen wie dem Ronacher Theater Wien, der Hamburger Staatsoper, Chateau de Versailles Spectacles, New York City Center, Ann Arbor’s Power Center of Performing Arts USA, Opéra de Montréal Canada und dem Teatro del Bicentenario Léon Mexico. 2016 verkörperte sie die Rolle der Micaela (Carmen) in einer Produktion der Wuhan Jintao Concert Hall, China. 2019 eröffnete sie das österreichische Festival KlangBadHall in der Rolle der Rosalinde (Fledermaus), wohin sie 2021 als Kurfürstin im Vogelhändler wiederkehrte. Grosse Erfolge feierte Sophie Klussmann als Konzertsängerin auf den Bühnen internationaler Konzertzentren. So sang sie wiederholt mit dem RSB unter der Leitung von Vladimir Jurowski und Marek Janowski in der Berliner Philharmonie und im Wiener Musikverein mit Martin Haselböck und der Wiener Akademie. Im Konzerthaus Berlin war sie unter anderem im Rahmen des MaerzMusik Festivals zu Gast, in der Tonhalle Zürich und dem Theatre de Châtelet Paris mit Michael Gielen, dem Palace of Arts wie dem Lisztsaal Budapest mit dem Budapest Festival Orchestra mit Marek Janowski sowie Helmuth Rilling, mit welchem sie verschiedene Werke von Bach und das Requiem von Brahms sang. In der Notre Dame Paris sang sie mit Leonardo Garcia Alarcon und dem Orchestre de chambre de Paris, mit der Staatsphilharmonie Nürnberg und Marcus Bosch, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und Karl-Heinz Steffens und der Concert Hall of National Grand Theatre Beijing China mit dem Trompeter Reinhold Friedrich. In der Saison 19/20 sang Sophie Klussmann erstmals beim Musikfest Berlin und gab 2022 ihr Debut bei den Copenhagen Philharmonics mit Brahms Requiem unter dem Dirigat von Christoph Eschenbach.

Als Interpretin zeitgenössischer Musik präsentierte sie ein Luigi Nono-Programm mit Ingo Metzmacher und dem SWR im Gashouder Amsterdam. Ihre Interpretation der “Szenen aus einem Roman” von György Kurtág im Konzerthaus Berlin 2018 und Konzerte mit dem Ensemble musikFabrik mit Werken von György Ligeti und Karl-Heinz Stockhausen in der Tonhalle Düsseldorf und der Philharmonie Köln waren grosse Publikumserfolge. Aus der Zusammenarbeit mit dem Komponisten Stefano Gervasoni entstand ein umfassender Liederzyklus mit Gedichten von Nelly Sachs, welcher 2019 uraufgeführt und 2020 beim Cini Forum Venezia eingespielt wurde. 2022 sang mit den Swiss Chamber Soloists in Zürich, Genf und Basel die Sudelbücher von György Kurtág und eine Uraufführung von Philippe Racine. 2024 wird sie an der Seite von Heinz Holliger zu einer Tournee mit den Swiss Chamber Soloists zurückkehren. Im Bereich der alten Musik sang sie mit Marcus Creed und der Akademie für alte Musik Händel’s Brockes Passion, die Matthäuspassion mit Václav Luks und dem Collegium 1704 sowie dem Orchester des 18.Jahrhunderts und Daniel Reuß im Muziekgebouw Amsterdam und der Vredenburg Utrecht. Mit dem Lautinisten Hopkinson Smith erarbeitete Sophie Klussmann ein Renaissance Programm, welches weltweite Konzerteinladungen nach sich zog. 2023 trat sie beim Lübecker Festival Lauten Lust auf und sind bei weiteren Festivals in Montserrat Spanien, Weimar und Bogotà Kolumbien eingeladen.

Mit grosser Leidenschaft widmet sich Sophie Klussmann dem Repertoire der Kammermusik. Regelmässig tritt sie mit dem Berliner Scharoun Ensemble und den Pianisten Oliver Triendl und Alfredo Perl auf und ist seit einigen Jahren zu Gast beim internationalen Kammermusikfestival Kuhmo in Finnland und dem Internationalen Festival in Kempten. Die Saison 17/18 führte Sophie mit einer Aufführung von Mozarts Konzertarien in die Hong Kong Concert Hall unter Umberto Benedetti Michelangeli. In 19/20 sang sie die Peri in Schumann’s sinfonischer Dichtung “Das Paradies und die Peri” mit dem Berliner Ensemble Cantus Domus und ist seit der Saison 20/21 regelmässig beim International Stift Festival Holland eingeladen. Gemeinsam mit der herausragenden Akademie für Alte Musik Berlin und dem Vocalconsort Berlin nahm Sophie Klussmann unter der Leitung von Marcus Creed Händels Dixit Dominus bei Harmonia Mundi auf. Mit ihrem Pianisten Oliver Triendl erarbeitete sie die Ersteinspielung mit Werken des Zemlinsky-Schülers Karl Weigl bei Capriccio in Wien. Es folgten Ersteinspielungen mit Liedern von Conrad Ansorge in einer Produktion von Deutschlandradio Kultur Berlin sowie mit Liedern von Sandro Blumenthal in einer Produktion des Bayrischen Rundfunks. 2021 erschien bei daVinci die Ersteinspielung der 24 Préludes für Klavier und Sopran von Ella Adaiewsky mit Andrea Rucli. Ein Programm mit vier Uraufführungen, die im Auftrag der Swiss Chamber Concerts komponiert wurden, nahm sie im SRF Zürich an der Seite von Jürg Dähler und Gilles Vonsattel auf. 2023 erscheint bei Hänssler Classics ihre neueste Einspielung mit Orchesterliedern von Grete von Zieritz.

Seit 2023 ist Sophie Klussmann Dozentin an der Universität der Künste Berlin.

www.sophieklussmann.de

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TOMMASO LONQUICH
Klarinette

Der Musiker, Psychoanalytiker und Pädagoge Tommaso Lonquich wird von Kritikern als „formidabler Klarinettist“ gefeiert und für seine „Leidenschaft, seinen opulenten Ton, seine magische Finesse und seine schillernde Virtuosität“ gelobt. Er ist Artist der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York und war dreizehn Jahre lang Soloklarinettist des dänischen Ensemble MidtVest. Er trat auf den renommiertesten Bühnen aller fünf Kontinente auf (Carnegie Hall, Wigmore Hall, Alice Tully Hall, Suntory Hall, Salle Pleyel) sowie bei bedeutenden Festivals (Lockenhaus, Oxford, Mecklenburg, Pacific, Music@Menlo, La Jolla, Bridgehampton). Zu seinen Kammermusikpartnern zählen u. a. Christian Tetzlaff, Ilya Gringolts, Pekka Kuusisto, David Finckel, Wu Han, Nicolas Altstaedt, Ani und Ida Kavafian, Maximilian Hornung, Anneleen Lenaerts, Yura Lee, Gilles Vonsattel, Juho Pohjonen, Radovan Vlatković sowie die Streichquartette Danish, Vertavo, Van Kuijk, Noûs, Indaco und Zaïde.

In Dänemark ist Tommaso Lonquich Gründer und Künstlerischer Leiter des Schackenborg Musikfest, eines der renommiertesten Festivals Skandinaviens. Zuvor war er Künstlerischer Leiter des KantorAtelier, eines lebendigen Kulturzentrums in Florenz, das sich Musik, Theater, Kunst und Psychoanalyse widmet. Besonders aktiv im Bereich der Improvisation, leitete er Workshops an der Juilliard School und arbeitete mit namhaften bildenden Künstlern, Tänzern und Theaterkompanien zusammen. Als engagierter Mentor war Tommaso Lonquich Leiter der Kammermusik am Dædalus Advanced Studies Program in Florenz, einer Institution, die er mitbegründete. Er gab Meisterkurse u. a. an der Manhattan School of Music, der State University of New York, der Königlich Dänischen Musikakademie, der Hong Kong Academy for the Performing Arts, der Utah State University, dem Shanghai Conservatory sowie dem Royal Welsh College of Music. Seine Vortragsreihe „The Listening Voice“ wurde an Konservatorien in ganz Europa präsentiert.

Er konzertiert regelmäßig als Solist und Soloklarinettist mit Orchestern wie der Haydn Philharmonie (Österreich), dem Orchestra Leonore (Italien), dem Kammerorchester Mantua (Italien) und dem Slowenischen Rundfunkorchester und arbeitet mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Vladimir Ashkenazy, Fabio Luisi, Adam Fischer, Enrico Onofri und Leonard Slatkin zusammen. Er ist auf 25 CD-Veröffentlichungen bei CPO, Music@Menlo, NovAntiqua und Brilliant zu hören. Seine Aufnahmen wurden für einen Gramophone Award sowie für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Neben seiner künstlerischen Laufbahn ist Tommaso Lonquich praktizierender Psychoanalytiker am International Center for Lacanian Psychoanalysis, das er in Ljubljana (Slowenien) gegründet hat. Er ist Dozent für Theorie und Klinik der lacanschen Psychoanalyse und Mitglied des Wissenschaftlichen Komitees von OMANUT in Rom.

www.lonquich.com

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IRENE ABRIGO
Violine

Als Preisträgerin des Respighi Prize 2015 machte die junge Geigerin ihr Carnegie Hall Debut im Jahre 2016 mit dem Chamber Orchestra of New York. Sie führte dabei das Geigenkonzert „Black, White and in Between“ von Dirk Brossé als NY Premiere auf. Im Jahre 2016 spielte sie in Brasilien als südamerikanische Erstaufführung Respighis 1. Violinkonzert. Im selben Jahr hatte sie ihr Debut mit dem Westtschechischen Symphonieorchester in Prag mit Mozarts Violinkonzert Nr. 5. Nach ersten Geigenstunden im Alter von vier Jahren an der Aosta Suzuki School studierte sie mit Marie-Annick Nicolas in Genf, mit Pierre Amoyal in Lausanne und Salzburg sowie mit Corina Belcea in Bern. Wichtige Einflüsse erhielt sie an Meisterkursen bei Thomas Füri, Itzhak Rashkovsky, Viktor Pikayzen, Benjamin Schmid, Mayumi Seiler und Zakhar Bron.

 

Zutiefst überzeugt von der sozialen Aufgabe und Verantwortung der Künste gründete Irene Abrigo im Jahre 2012 den Verein POURQUOIPAS, welcher sich vornehmlich um musikalisch-künstlerische Projekte kümmert, die einen bewussten sozialen Auftrag wahrnehmen. Dank einer Dissertation über Niccolò Paganini verfügt sie zudem über einen Doktorabschluss in Kunst, Literatur und Performance (DAMS) an der Universität in Turin. Seit dem Jahr 2021 leitet sie das Lucignano Music Festival (Toskana, Italien). Im Jahr 2023 gründete sie unter dem Patronat des italienischen Konsulats und dem Istituto di Cultura in Zürich die Italian Swiss Music Society mit dem Ziel, den kulturellen Reichtum der beiden Nachbarsländer in einen engeren Kontakt und Austausch zu bringen. Seit 2023 leitet Irene Abrigo die Violinklasse für Pre-College-Studien am Konservatorium Winterthur.

Sie spielt eine Geige von Giovanni Battista Guadagnini, Mailand 1758.

 

www.ireneabrigo.com​

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FRANCESCO SICA
Violine

Francesco Sica wurde in Sizilien in eine musikalische Familie geboren. Im Alter von sieben Jahren begann er mit dem Geigenunterricht am Konservatorium von Catania und schloss diesen mit Auszeichnung ab. Nach einem Aufbaustudium bei Felice Cusano an der Akademie in Fiesole studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main, wo er sein Diplom in der Klasse von Priya Mitchell und anschließend das Konzertexamen in der Klasse von Sophia Jaffé absolvierte. Parallel dazu studierte er Kammermusik am Reina Sofia Institut in Madrid bei Ralf Gothoni und in Essen bei Dirk Mommertz. Francesco spielt regelmässig als Kammermusiker und ist Mitglied des Gémeaux Quartetts und des Monte Piano Trios. Zusammen mit seinen Kollegen hat er in Konzertsälen wie der Londoner Wigmore Hall, Kings Place, Conway Hall, Tonhalle Zürich und der Laeiszhalle Hamburg konzertiert und war in Rundfunksendungen des WDR, SWR, HR, BR und Deutschlandfunk zu hören. Francesco trat bei mehreren bedeutenden Festivals auf, u.a. beim Enescu Festival, Schleswig-Holstein, Osnabrücker Kammermusikfestival, Mozartfest, Festspiele Mecklenburg-Vorpommen, Heidelberger Frühling und Constella Festival in den USA. Francesco hat zwei Trio-CDs aufgenommen, die beim Label GENUIN erschienen sind und vom Sunday Times Magazine und Fonoforum mit fünf Sternen bewertet wurden.

Als Orchestermusiker arbeitete Francesco als stellvertretender Konzertmeister im Staatstheater Darmstadt. Ausserdem spielte er unter anderem mit dem Frankfurter Museumsorchester und dem Hessischen Rundfunk Sinfonieorchester. Francesco ist künstlerischer Leiter des Kammermusikfestivals «MusiKulinarium» am Bodensee. Als Solist ist er Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter «Città di Vittorio Veneto». Inspiriert wurde er durch Meisterkurse bei Künstlern wie Ivry Gitlis, Günter Pichler, Menahem Pressler, Shmuel Ashkenasi, Eberald Feltz, Enrico Dindo, Sergey Girshenko und Valentin Erben. Seit 2023 ist er Stimmführer der zweiten Geigen des Musikkollegium Winterthur und Mitglied des Winterthurer Streichquartetts.

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SOPHIE DRUML
Violine, Klavier

Die „Mittelbayerische Zeitung“ bezeichnete die junge Pianistin und Violinistin Sophie Druml als „Ausnahmetalent, die das Publikum durch ihre technischen und gestalterischen Fähigkeiten beeindruckt.“ Die Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe trat als Solistin mittlerweile auf vier Kontinenten auf. Sie absolviert ihr Bachelor Studium in Klavier bei Christopher Hinterhuber an der Musikuniversität Wien und anschließend bei Jacques Rouvier am Mozarteum Salzburg. Ab ihrem 14. Lebensjahr wurden wiederholte Begegnungen mit Paul Gulda wesentlich für Ihre künstlerische Entwicklung. Musikalische Partnerin des aron quartett, von Christian Altenburger, Matthias Bartolomey, Piotr Beczala, Paul Gulda, Ariane Haering, Veronika Hagen, Igudesman &Joo, Harriet Krijgh, Reinhard Latzko, Julian Rachlin, Michael Schade, Benjamin Schmid, Matthias Schorn, Ramón Vargas, Dominik Wagner sowie Mitgliedern der Wr. Philharmoniker und Wr. Symphoniker.

 

Im Oktober 2020 feierte sie ihr Debüt im Großen Saal des Wiener Musikvereins, 2022 in der Elbphilharmonie Hamburg mit dem Tenor Piotr Beczala sowie in der Tonhalle Düsseldorf. 2023/24 in der Philharmonie Berlin, Boston und der Chicago Symphony Hall, New York Philharmonic, in San Francisco, Los Angeles und 2024 unter anderem in Melbourne, Brisbane, Auckland, an der Sydney Opera, in Stockholm, Amsterdam, der Isarphilharmonie München, Hongkong, Taiwan, Shanghai und Peking. 2024 gab sie ihr Debüt beim Liszt Festival Raiding und 2025 mit den Wr. Symphonikern im Wiener Konzerthaus. Sie gastierte bereits bei Festivals wie Chopin-Festival Kartause Gaming, LOISIARTE, Kyoto Music Festival, CLASSIX Kempten, Schloß Walpersdorf, Megaron Gyzi Festival in Santorini, Internationale Barocktage Stift Melk, Stauffer Center for Strings in Cremona, Herbstgold Festival, Klassik in Klagenfurt, International Music Sessions Holland, der Hainburger Haydngesellschaft, dem Attergauer Kultursommer, Mattseer Diabelli Sommer, bei den Neuberger Kulturtagen und OÖ Stiftskonzerten.

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Oleksandra Fedosova wurde in Poltava (Ukraine) geboren. Bereits mit 8 Jahren gewann sie erste Preise und Auszeichnungen auf zwei Instrumenten, der Violine und dem Klavier. Zuerst besuchte Oleksandra die Musikschule in Poltava, wo sie im Hauptfach Violine und im Nebenfach Klavier belegte. Als 12-Jährige wurde sie in die Lysenko-Musikschule für begabte Kinder in Kyiv aufgenommen und studierte fortan Violine bei L. Ovcharenko und Klavier bei M. Bogdanova. An dieser Schule war sie auch Stipendiatin der Präsidenten-Stiftung. Danach absolvierte sie ihr Bachelor-Studium in München an der Hochschule für Musik und Theater bei Gottfried Schneider, worauf sie zwei Master-Studien in Basel an der Hochschule für Musik und an der Zürcher Hochschule der Künste bei Alexander Sitkovetsky erfolgreich abschloss. Meisterkurse besuchte sie bei Anna Chumachenko, Zakhar Bron und Benjamin Schmidt. Während ihres gesamten Studiums war sie Preisträgerin an über zehn Musikwettbewerben. Nach erfolgreichen Vorspielen oder Wettbewerben wurde Ihr Studium von verschiedenen Stiftungen und Stipendien gefördert: Oskar und Vera Stiftung, Gidon Kremer Stiftung, Yehudi Menuhin Live Music Now, Hirschmann Stipendium, Rudolf Moser Stiftung, Walter Fischli-Stiftung, Rahn Kulturfonds, Sinfonima Stiftung, Marianne und Curt Dienemann Stiftung.


Auftritte an Musikfestivals auf wie Trecastagni International Music Festival, Braunwald Musikwoche, Lockenhaus Kammermusikfest auf Einladung von Gidon Kremer, Ipalpiti International LA, International Contemporary Music Festival Contrasts, Golden Festival, Odessa Classic, Öschberghof Klassik Donaueschingen, Montepulciano Kammermusikfestival, Musikfestival in Bad Kissingen, Young Euro Classic Berlin, Chamber Music Connects the World u.a., wo sie als Solistin verschiedenstes Repertoire spielte oder als Kammermusikerin mit solch namhaften Musikern wie Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Roman Patkolo, Thomas Grossenbacher, Oleksiy Botvinov, Lawrence Power, Alexander Sitkovetsky, Walter Nothas u.a. auftrat. Im Jahr 2018 hat sie die CD «The Six Seasons» mit dem Kontrabassisten Roman Patkolo als Pianistin aufgenommen. Die CD erhielt den Preis OPUS KLASSIK 2018, welcher im Konzerthaus Berlin verliehen wurde.

Als Orchestermusikerin hat sie in folgenden Orchestern gespielt: Münchner Rundfunk Orchester, Münchner Philharmoniker, Weinberger Kammerorchester, Kremerata Baltika, als Konzertmeisterin beim Orff-Akademie Orchester beim Münchner RFO, als zweite Konzertmeisterin bei der Zürcher Kammerphilharmonie, und in verschiedenen Barockorchestern. Zusammenarbeit mit Dirigenten und Solisten wie Lorin Maazel, Mariss Jansons, Christian Thielemann, Paavo Järvi, Gidon Kremer, Joshua Bell, Ray Chen, Herbert Blomstedt, Midori, Maurizio Pollini, Janine Jansen, Radu Lupu u.a. Als Solistin und Orchestermusikerin ist sie in Konzertsälen wie Philharmonie im Gasteig, Herkulessaal München, Kyiv Philharmonie, Tonhalle Zürich, National Center for the Performing, Peking, Konzerthaus Berlin, KKL Luzern, Disney Hall LA, Shanghai Concept Hall, Lviv Philharmonie, Vilnius Philharmonie u.a. aufgetreten. Ihre Solokonzerte mit Orchestern sowie Rezital-Konzerte beinhalten ein breites Repertoire von Barock bis zur Moderne.

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JOHANNES ERKES
Viola

Johannes Erkes studierte an der Musikhochschule in München bei Oscar Lysy und nahm auch Unterricht bei Kim Kashkashian. Der als Solist und Kammermusiker tätige Bratschist war Gast bei Festivals in Salzburg, Kuhmo, Pesaro und Turin. Er konzertierte in vielen europäischen Ländern, aber auch in Südamerika und Japan und stand regelmäßig mit Kollegen wie Natalia Gutman, Gordan Nikolić, Charles Neidlich und Juliane Banse auf der Bühne. Als Solist spielte Johannes Erkes beispielsweise mit der Salzburger Kammerphilharmonie, dem Staatsorchester Braunschweig und der Klassischen Philharmonie Bonn. Mit dem European Union Chamber Orchestra führte er zusammen mit der Geigerin Eva Stegeman Mozarts Sinfonia concertante auf. 2003 war Johannes Erkes Mitbegründer des Cristofori Piano Quartetts, dem er eine Zeit lang angehörte und mit dem er mehrere erfolgreiche CDs aufnahm.

Johannes Erkes spielt ein Instrument von Giuseppe Guadagnini aus dem Jahr 1796.

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PATRICK DEMENGA
Violoncello

Der 1962 geborene Musiker studierte am Konservatorium Bern, bei Boris Pergamenschikow in Köln und bei Harvey Shapiro in New York. Mehrere Preise dokumentieren den Beginn seiner Karriere und heute zählt er international zu den renommiertesten Cellisten. Als Solist und Kammermusiker tritt er regelmässig an den grossen Festivals und in bekannten Musikzentren auf wie z.B. im Megaron Athen, Concertgebouw Amsterdam, Berliner Philharmonie oder Lucerne Festival und arbeitet mit namhaften Musikerpersönlichkeiten (wie Armin Jordan, Heinz Holliger, Norbert Brainin, Leonidas Kavakos, Mario Venzago, Dennis Russel Davies, Alexander Lonquich, Erich Höbarth. Melvyn Tan, Christian Altenburger, Natalia Gutman u.v.m.) und Orchestern (wie Tonhalle Orchester Zürich, RSO Wien, Camerata Bern, Münchner Kammerorchester, Orchestre de la Suisse Romande, Orchestre de Chambre de Lausanne, Kremerata Baltica, Ensemble Modern, Zürcher Kammerorchester u.v.a) zusammen. 

Zahlreiche Radio- und Fernsehaufnahmen sowie Schallplatten- und CD-Einspielungen haben ihn einem internationalen Publikum bekannt gemacht. Dazu zählen Aufnahmen mit den beiden Haydn Cellokonzerten, die er zusammen mit der Camerata Bern unter der Leitung von Erich Höbarth bei Novalis eingespielt hat, sowie die beiden Klaviertrios von Mendelssohn in einer Aufnahme mit Leonidas Kavakos Violine und Enrico Pace Klavier bei Sony Classical. Mit der Einspielung des Cellokonzerts von Harald Genzmer in der Aufnahme mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Ariane Matiakh wird einem wenig bekannten Komponisten Beachtung geschenkt.

Patrick Demenga leitet seit 1995 eine Konzertausbildungsklasse an der Hochschule für Musik in Lausanne HEMU und unterrichtet an verschiedenen internationalen Meisterkursen. Seit 2020 unterrichtet er ausserdem an der Musikakademie Pinerolo (Italien). Von 1995 – 2015 war er künstlerischer Leiter der Vier Jahreszeiten- Konzerte in Blumenstein (CH), die er gegründet hat und seit 2005 ist er Intendant der Musikfestwoche Meiringen. Von 2002–2006 war er ausserdem künstlerischer Leiter des Cello-Festivals VIVA CELLO Liestal. Als Musiker bewegt sich Patrick Demenga gerne im Spannungsfeld grosser Komponisten – grosser Werke und weniger bekannten Raritäten. Gerade in dieser Verbindung sieht er den Reiz der musikalischen Auseinandersetzung und findet zu seiner aussergewöhnlichen Ausdruckskraft.

www.patrickdemenga.ch

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ANIA DRUML
Violoncello, Klavier

Die „Kleine Zeitung“ bezeichnet Ania Druml als „Shootingstar der heimischen Musikszene“. Sie studiert sowohl Violoncello als auch Klavier im Konzertfach an der mdw, Wien mit Reinhard Latzko und Stefan Vladar. Auftritte führten sie nach China, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, in die Niederlande, nach Russland, in die Schweiz und USA. Sie absolvierte Auftritte im Goldenen Saal des Musikvereins, der Tonhalle Düsseldorf, dem Großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg, dem Liszt Festival Raiding sowie bei Festivals wie der Kronberg und Geneva String Academy und der Cello Biënnale Amsterdam. 2025 hat sie ihr Debüt mit einem Orchester in den USA und mit den Wr. Symphonikern im Konzerthaus.

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Béla Bluche begann seine musikalische Laufbahn am E-Bass in einer Rockband, wandte sich anschliessend anderen Stilrichtungen zu und fand schliesslich zum Kontrabass. Mit eigenen Projekten ist er sehr aktiv in der alternativen Musikszene tätig und wirkt zudem in Ensembles unterschiedlichster musikalischer Ausrichtungen mit. Béla lebt in Deutschland und tritt gelegentlich mit Orchestern wie dem Orchestre de Paris und Les Dissonances auf; in der Saison 2023/2024 war er Stipendiat beim Sinfonieorchester Aachen.

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GILLES GRIMAÎTRE
Klavier

Gilles Grimaître ist Pianist, Keyboarder, Komponist, Performer und Kurator und lebt in Biel, Schweiz. Aktiv im Bereich Neue Musik, ist seiner künstlerischen Arbeit legt er besonders viel Wert auf die Zusammenarbeit mit Komponisten und Künstlern aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und darstellende Kunst. Gilles Grimaître konzertiert in Europa und in der ganzen Welt als Solist und Kammermusiker. Er ist Mitglied des Collegium Novum Zürich und spielt regelmässig beim Ensemble Modern, Ensemble Contrechamps, Nouvel Ensemble Contemporain (NEC), Tonhalle Orchester Zürich, Camerata Bern, Basel Sinfonietta, Sinfonie Orchester Biel und dem Ensemble Proton. Ausserdem gründete er HYPER DUO zusammen mit dem Schlagzeuger und Perkussionisten Julien Mégroz. Das Duo setzt sich zum Ziel, stilistische Grenzen zu überschreiten und Horizonte neu zu erweitern. Im Juni 2021 erscheint ihr erstes Album "Indigne de nous” auf dem Label Everest Records.

Aus Leidenschaft für Improvisation und elektrische Musik entwickelt er ein persönliches Instrumentarium, bestehend aus analogen Synthesizern und Samplers, die er im HYPER DUO, aber auch in seinen eigenen Kompositionen einsetzt. Als Komponist verbindet sein musikalischer Ansatz einerseits elegante Klangtexturen und immersive Klangräume, andererseits die Erkundung komplexer Strukturen in einer ungezügelten, marginalen Musik, die der Art Brut nahe steht. Er studierte Klavier bei Pierre Sublet, Orgel bei Pascale Van Coppenolle und Komposition bei Xavier Dayer an der Hochschule der Künste Bern. Im Studienjahr 2013-2014 war er Stipendiat an der Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main. Er erhielt Unterricht von Michel Dalberto, Nicolas Hodges, Florence Millet, Ueli Wiget, Hermann Kretzschmar und Hideki Nagano.

Er gewann den ersten Preis beim Nicati-Wettbewerb 2013 in Bern für die Interpretation zeitgenössischer Musik. Im Jahr 2022 erhielt Gilles Grîmaitre von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia einen Aufenthalt in Südindien, um karnatische Musik und insbesondere Konnakkol bei Vidwan B R Somashekar Jois und Vidwan 'Ghatam' Dr. S. Karthick zu studieren.

www.gillesgrimaitre.com

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STEFAN KÄGI
Klavier

Stefan Kägi studierte an der Zürcher Hochschule der Künste Klavier bei Karl-Andreas Kolly, Improvisation bei Lucas Niggli, Neue Musik bei See Siang Wong, Jazzklavier bei Tim Kleinert und Orgel bei Ursina Caflisch. Seine künstlerische Praxis reicht von klassischer und zeitgenössischer Musik auf verschiedenen Tasteninstrumenten zu Komposition, Improvisation, Sound- und Grafikdesign, Creative Coding, Kopistentätigkeiten, editorischen Betätigungen, Liedbegleitung, Instrumentenbau, Performance und Theater.

 

Er war unter anderem in der Tonhalle Zürich, dem LAC in Lugano, dem Münchner Gasteig, der Kaserne Basel, im Hyperlokal Zürich sowie auf der Limmat und des Weiteren an Festivals wie den Dark Music Days in Reykjavik, den Festspielen Zürich, “Platz für andere Musik”, den Zeitfestivals in Zürich und Augsburg, den Domleschger Sommerkonzerten, dem far-Festival in Nyon, der

#workoutjazz-Madness und dem #workoutjazz-Marathon oder der Emser Bachwoche zu hören.

 

Bei Breitkopf & Härtel trat er als Co-Herausgeber einer Neuedition eines Werks von Joachim Raff in Erscheinung. Aktuelle Projekte sind die Japanese-HC-Techno-Band Candytoe, for organ and digital oscillators, das Duo OHRABLÜATLER, das Kollektiv PHON3M, CODENAME Flechtenflöte, “The Reality of Dreams”, “What futures are you longing for?”, “Fibsi and the edge of the abyss”, “undersized empire” und das Duo TASAI. Mit einem Freiraumbeitrag des Kantons Zürich entwickelte er Horrorinstrumente. Im Jahr 2025 gewann er den “Wettbewerb für professionelles Kulturschaffen” des Kantons Graubünden.

 

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WINTERTHURER STREICHQUARTETT
Bogdan Božović, Violine
Francesco Sica, Violine
Jürg Dähler, Viola
Flurin Cuonz, Violoncello

Sowohl Geschichte als auch Aktivitäten des Winterthurer Streichquartetts lassen sich nur schwer mit jenen anderen Formationen derselben Gattung vergleichen: Die Mitglieder des Winterthurer Streichquartetts waren schon immer und sind auch heute noch die Stimmführer ihres Registers und regelmässige Solisten im Orchester Musikkollegium Winterthur. Die Existenz eines orchestereigenen Streichquartetts ist weltweit eine Rarität und zeugt von der langen Tradition in der Pflege der Kammermusik beim Musikkollegium Winterthur.

 

Das seit 1873 zunächst eher lose bestehende und somit weltälteste Quartett errang sich schon sehr früh einen Namen im In-und Ausland. Im Jahre 1920 formierte sich das Winterthurer Streichquartett als festes Ensemble mit einer regelmässigen Konzertaktivität im Stadthaus Winterthur. Nach dem 2. Weltkrieg, damals in der legendären Besetzung mit Peter Rybar, Clemens Dahinden, Oskar Kromer und Antonio Tusa, führten Konzertreisen nach Salzburg und Oberitalien, nach Holland, Belgien und Deutschland, und eine stattliche Anzahl kammermusikalischer Werke wurde von der amerikanischen Concert Hall Society auf Langspielplatten aufgenommen. Zu den berühmten Gästen zählte damals insbesondere die Pianistin Clara Haskil. 

 

Seit seinem Bestehen pflegt das Winterthurer Streichquartett neben dem bekannten Repertoire auch die unbekannte und in Vergessenheit geratenen Literatur; davon zeugen viele Ur- und Erstaufführungen. Grosszügiges Mäzenatentum ermöglicht immer wieder Konzertprogramme mit Seltenheitswert, fernab von kommerziellen Interessen. Zu den renommierten Gästen in jüngerer Zeit gehören Interpreten wie Kit Armstrong und Dénes Várjon (Klavier), Ian Bostridge (Tenor), Nicolas Altstaedt (Violoncello) und Albrecht Mayer (Oboe). Das Quartett spielt heute in der Besetzung mit Bogdan Božović (1. Violine), Francesco Sica (2. Violine), Jürg Dähler (Viola) und Flurin Cuonz (Violoncello).

 

Einladungen in andere Städte der Schweiz, nach Deutschland und in die USA, regelmässige Auftritte bei den SWISS CHAMBER CONCERTS sowie vielbeachtete CD-Einspielungen sind bloss einige Stationen auf dem Weg dieses renommierten Ensembles, welches in der Saison 2020/21 seinen 100. Geburtstag feierte. Zur Feier dieses Jubiläums editierte das Musikkollegium Winterthur eine CD mit Live-Aufnahmen aus den vergangenen 100 Jahren.

 

www.musikkollegium.ch

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AZIZULLAH IMA
Autor

*1963 in Kabul, studierte Pädagogik an der Pädagogischen Universität Kabul. Chefredakteur der unabhängigen Tageszeitung DARIZ in Kabul. Während des Bürgerkriegs 1994 wurde Ima bei einem Raketenangriff der Islamisten lebensbedrohlich verletzt. 1996 übernahmen die Taliban die Regierung in Afghanistan. Noch im selben Jahr war Ima gezwungen, Afghanistan mit seiner Frau und den drei kleinen Kindern zu verlassen. Seit 1999 lebt er mit seiner Familie in der Schweiz.

Publikation von Romanen, Erzählsammlungen und Gedichtbänden auf Persisch in Afghanistan und Europa.

2025 erschien im Rotpunktverlag Zürich sein erstes Buch auf Deutsch: «Morgengrauengewässer» – ein Gespräch in literarischen Miniaturen» mit dem Schweizer Schriftsteller Andreas Neeser.

www.azizullah-ima.com

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OKSANA MAKSYMCHUK
Autorin 

Oksana Maksymchuk ist eine zweisprachige ukrainisch-amerikanische Dichterin, Wissenschaftlerin und literarische Übersetzerin. Ihr englischsprachiger Lyrik-Erstling Still City erschien bei der University of Pittsburgh Press (USA) und bei Carcanet Press (UK) und wurde für den Griffin Poetry Prize 2025 sowie den PEN/Voelcker Award for Poetry 2025 auf die Longlist gesetzt. Oksanas Gedichte wurden u. a. in The Guardian, The Irish Times, The Paris Review, Ploughshares, PN Review und The Poetry Review sowie in zahlreichen weiteren Zeitschriften veröffentlicht. Auf Ukrainisch ist sie Autorin der Gedichtbände Xenia und Lovy und Preisträgerin des Antonych- und des Smoloskyp-Preises, zweier der bedeutendsten ukrainischen Auszeichnungen für jüngere Dichter:innen.

Gemeinsam mit Max Rosochinsky gab sie die Anthologie Words for War: New Poems from Ukraine mit zeitgenössischer ukrainischer Lyrik heraus. Oksana gewann den ersten Preis bei den Übersetzungswettbewerben Richmond Lattimore und Joseph Brodsky–Stephen Spender und erhielt ein Übersetzungsstipendium der National Endowment for the Arts, den Scaglione Prize for Literary Translation der Modern Language Association of America, den Peterson Translated Book Award sowie den Translation Prize der American Association for Ukrainian Studies. Sie ist Ko-Übersetzerin mehrerer Einzelbände, darunter Furious Harvests von Alex Averbuch, The Voices of Babyn Yar von Marianna Kijanowska und Apricots of Donbas von Ljuba Jakimtschuk.

Ihre Arbeiten wurden u. a. auf BBC Radio 3 & 4, CBC Radio, in The Times, The New York Times, The Washington Postund bei TEDx vorgestellt; ihre Übersetzung von Ljuba Jakimtschuks „Prayer“ wurde von der Autorin selbst bei der Grammy-Verleihung 2022 vorgetragen. Oksana promovierte in Philosophie an der Northwestern University. Zuletzt war sie Gastautorin und Writer in Residence an der University of Chicago, der University of Arkansas in Fayetteville sowie am Cheuse Center for International Writers. Geboren und aufgewachsen in Lwiw (Lemberg), Ukraine, lebte sie außerdem in Chicago, Philadelphia, Budapest, Berlin, Warschau und Fayetteville (Arkansas). Derzeit ist sie Sidney Harman Writer in Residence am Baruch College/CUNY in New York.

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SARA BOTAN
Autorin Treffpunkt Text

*2009, lebt in Lenzburg

Sara Botan besucht zurzeit eine 1. Klasse der Alten Kanti, Akzentfach Mathematik.

«Ich habe schon immer gern meiner Kreativität freien Lauf gelassen, und beim Schreiben habe ich die perfekte Ausdrucksform dafür gefunden. Worte erlauben mir, in andere Welten einzutauchen. Schreiben ist für mich wie ein kleines Abenteuer im Kopf.»

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SELMA FÄSSLER
Autorin Treffpunkt Text

*2007, lebt in Rombach.

Selma Fässler besucht zurzeit eine 4. Klasse der Alten Kanti, Schwerpunkt Biologie/Chemie.

«Ich habe schon immer gerne geschrieben. Durch Geschichten und Gedichte kann ich in andere Welten eintauchen, genau wie beim Lesen. Es ist toll, an einem Text zu arbeiten, bis er gut ist, und sich Zeit zu lassen, sich in Worte zu fassen.»

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NOELIA KÜTTEL
Autorin Treffpunkt Text

*2006, lebt in Gipf-Oberfrick.

Noelia Küttel besucht zurzeit eine 3. Klasse der Alten Kanti, Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten.

«Ich liebe es zu reisen, neue Orte entdecken und Leute kennenlernen. Das Schreiben ist für mich dasselbe: reisen durch Geschichten, die ich selbst gestalten kann, Leute kennenlernen, die gar nicht existieren und damit mir selbst eine kleine Welt eröffnen. Durch das Schreiben habe ich einen neuen Lieblingsort gefunden. Einen Ort der Inspiration.»

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JAKUB KWIATKOWSKI
Autor Treffpunkt Text

*2007, lebt in Suhr.

Jakub Kwiatkowski besucht zurzeit eine 4 Klasse der Alten Kanti Aarau, Schwerpunkt Physik und Anwendungen der Mathematik.

«Meine Liebe zum Lesen hat mich zum Schreiben bewogen. Worte faszinieren mich, da man mit ihnen Gedanken, Gefühle und so vieles mehr in eine Reihe von Symbolen abstrahieren kann.»

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MARTINA PEDERIVA
Autorin Treffpunkt Text

*2010 in Italien geboren, lebt seit 15 Jahren in der Schweiz, zurzeit in Muri.

Martina Pederiva besucht aktuell eine 1. Klasse der Alten Kanti, Akzentfach Geistes- und Sozialwissenschaft.

«Für mich ist das Schreiben eine ganz besondere Art, mich auszudrücken und meinen Gefühlen eine Sprache zu verleihen.»

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VIVIANE PETER
Autorin Treffpunkt Text

*2009, lebt in Erlinsbach SO.

Viviane Peter besucht zurzeit eine 2. Klasse der Alten Kanti, Akzentfach Geistes- und Sozialwissenschaft.

«Ich schreibe, um mich und andere zu unterhalten, um auszudrücken, was ich zu sagen habe, um zu Papier zu bringen, was ich denke.»

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LIVIA REICHART
Autorin Treffpunkt Text

*2008, lebt in Hallwil.

Livia Reichart besucht aktuell eine 2. Klasse der Alten Kanti, Akzentfach Latein.

«Ob darüber lachen, heulen oder daran verzweifeln – meine Texte erfüllen mich jedes Mal mit Emotionen, was mir Klarheit und Stabilität im Leben verschafft.»

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SOFIYA SCHWEIZER
Autorin Treffpunkt Text

*2000 in Smijiv, Ukraine, lebt in Zürich.

Sofiya Schweizer erreichte im Sommer 2021 die Maturität an der Alten Kanti. Sie studiert zurzeit Slavistik und Filmwissenschaft an der Universität Zürich.

«Es macht mich glücklich, aus Gedankenbruchstücken, Gesprächsfetzen und Sternenstaub eigene Welten zu kreieren.»

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SARA KATARINA TRAILOVIĆ
Autorin Treffpunkt Text

*1999, aufgewachsen in Aarau, lebt in Basel.

Matura 2018 an der Alten Kanti Aarau. 2024 schloss sie den Bachelor in Prozessgestaltung am HyperWerk ab. Davor studierte sie Fine Arts an der Zürcher Hochschule der Künste. 

Sie übersetzt und schreibt Fragmente und Gedichte.

«Schreiben fasziniert mich, weil es notwendig ist.»

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